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Es sind diese Wochen, die jede Projektplanung ins Wanken bringen

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Entschuldigen Sie meinen fehlenden Blogbeitrag letzte Woche, ich hatte ein verlängertes Wochenende…

Jedes Jahr dasselbe. Gefühlt haben Mai und Juni nur 3-4-Tage-Wochen. Alles beginnt paradoxerweise mit dem Tag der Arbeit, etwas martialischer „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“ oder schlichtweg Maifeiertag, ein Datum zur Erinnerung an einen Arbeiteraufstand in den USA, in Deutschland 1933 als Festtag der nationalen Arbeit eingeführt. Dem folgt zwei Wochen später Christi Himmelfahrt, die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel, im Übrigen ebenfalls 1934 eingeführt... Heutzutage gerne auch mit Bollerwagen und Bierfass bewaffnet als Vatertag, etwas vornehmer Herrentag oder ganz ehrlich als Männertag bezeichnet und genutzt. Interessanterweise im Gegensatz zum Muttertag, an dem die Mutter geehrt wird, geht es am Vatertag weniger darum Vater zu sein, sondern sich eher mit gleichgesinnten Männern und Kaltgetränken zu umgeben. Kaum vorbei kommt Pfingsten, die Sendung des Heiligen Geistes, mit dem Pfingstmontag als Feiertag. Und zum finalen Abschluss, zwei weitere Wochen später Fronleichnam – sinnigerweise auch an einem Donnerstag gelegen.

Die Folge? Die Möglichkeit, sich durch geschicktes Kombinieren von Urlaubs-, Feier- und Brückentagen mit einer geringen Anzahl von Urlaubstagen viele verlängerte Wochenenden zu gönnen. Dies das Positive. In unserer Beratungspraxis (und auch bei Unternehmen) stellt sich hingegen häufig die Herausforderung, dass die Umsetzung von Projekten durch diese kurzen Arbeitswochen (und deren fehlenden Berücksichtigung bei der Planung) eine erheblich höhere Arbeitsbelastung an den effektiven Arbeitstagen zur Folge hat oder doch der ein oder andere Feiertag zur Abarbeitung der Aufgaben genutzt werden muss. Bei häufig zwischen 25 und 30 Urlaubstagen im Jahr und ca. 10 Feiertagen, somit rein rechnerisch 8 freien Wochen, wäre es doch eine Überlegung wert, wie in anderen Ländern auch, die Feiertage zumindest an den Wochenrand zu legen. Eine Abschaffung von Feiertagen steht in Deutschland ja kurz vor der Blasphemie, insofern mag man hieran gar nicht denken.

Trotz dieser kalendarischen Unwägbarkeiten entwickelt sich unser Business in den ersten Monaten dieses Jahres sehr erfreulich. Mit einigen interessanten Aufträgen zur IPO-Vorbereitung unter anderem im Bereich High-Tech und regenerative Energien, Unterstützungen bei Unternehmenstransaktionen mit Due Diligences und Purchase Price Allocations sowie den ersten Projekten zur Umsetzung des IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ sind wir sehr gut unterwegs. Unser deutsches Vertriebsteam haben wir mit dem Start von Franziska Hengst ab dem 1. Juni in Stuttgart ebenfalls komplett und freuen uns, mit unseren Mandanten in Baden-Württemberg noch enger in Kontakt zu sein. Und auch die neuen Tochtergesellschaften in der Schweiz und Österreich generieren bereits die ersten Projektanfragen von Mandanten. Einzig die Mitarbeiter-Rekrutierung ist und bleibt eine Herausforderung. In der Konsequenz werden wir uns auch in diesem Bereich verstärken und suchen seit kurzem einen Recruiter in Festanstellung für die FAS AG, um die Ansprache von neuen Teammitgliedern weiter zu intensivieren und professionalisieren. Die ersten Bewerbungen sind schon eingegangen und wir hoffen, dass wir auch hier bald Vollzug melden können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nicht zu viel Arbeitsbelastung durch die Feiertage ;)

Bis bald

Ihr
Ingo Weber