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Servus Wien! Grüß Gott FAS AG!

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Aller guten Dinge sind drei. Nach unserem Ursprungsland Deutschland und der Gründung unserer Tochtergesellschaft in der Schweiz vergangene Woche, haben wir jetzt mit der Etablierung unserer österreichischen Tochtergesellschaft FAS Consulting (Österreich) GmbH die DACH-Region – zumindest gesellschaftsrechtlich – vollständig abgedeckt.

Dabei hatten wir die Chance, für unseren Bürostandort in Wien eine tolle Adresse zu finden: Ganz zentral im Graben 19, im Julius Meinl Haus, nur wenige Meter vom Stephansdom entfernt. Arbeiten, wo andere Urlaub machen – sozusagen.

Auch in der Geschäftsführung setzen wir ganz auf Wiener Tradition: Mit Mag. Christian Rudolf konnten wir einen gebürtigen Wiener, der hier aufgewachsen ist und an der Universität Wien studiert hat, gewinnen. Christian Rudolf war nach seinem Studium auch bei Arthur Andersen tätig, kommt also aus einem ähnlichen „Stall“ wie das FAS Core Team. Danach war er General Manager Finance & Administration bei der Panasonic Marketing Europe GmbH. bevor er sich mit einer eigenen Beratungsgesellschaft selbständig machte. Ganz bewusst setzen wir somit in Österreich auf klassische Hands-on-Industrieerfahrung mit hervorragender Vernetzung im Wiener Business Umfeld.

Österreich durfte ein Großteil des FAS Teams ja bereits bei unserem letzten Office Outing im Herbst 2014 nach Salzburg kennenlernen und viele kennen Österreich vermutlich auch schon aus Urlauben oder Wochenendausflügen. Nichts desto trotz sei – wie letzte Woche für die Schweiz – auch hier ein kleiner Ausflug in die landestypischen Gegebenheiten erlaubt:

Wie der ein oder andere bereits zwei Absätze weiter oben bemerkt hat, wird in Österreich noch wert auf Titel gelegt: Herr Magister, Frau Diplom-Ingenieur, bitte. Gegensätzlich dazu ist jedoch das Führen von Adelstiteln in Österreich seit 1919 im Zuge der Abschaffung der Monarchie durch das Adelsaufhebungsgesetzt verboten. Ende April diesen Jahres flammte dann die Diskussion auf, die Strafen für die Nutzung von Adelstiteln zu verschärfen. Denn die Strafen stammen noch aus dem Jahr 1919: 20.000 Kronen Geldbuße oder sechs Monate Arrest. 20.000 Kronen sind aktuell jedoch nur 14 cent…

Neben diesem eher formellen Thema sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in Österreich wie auch in der Schweiz, Wert auf angemessene Kleiderordnung und Kommunikation, also korrekte Umgangsformen gelegt wird. Ein Small Talk vor den eigentlichen Gesprächen muss sein. Die deutsche Direktheit und Zielorientierung ist auch häufig fehl am Platz, lieber die schon fast sprichwörtliche Ruhe. Auch beginnt in Österreich der Tagesablauf, aber auch Veranstaltungen, häufig etwas früher als in Deutschland. Ein logische Erklärung hierfür: In Wien geht die Sonne rund eine Stunde eher unter als in Köln. Der Biorhythmus lässt grüßen.

Abschließend noch ein paar – aus meiner Sicht sehr schöne – sprachliche Besonderheiten für den nächsten Besuch beim Heurigen (= Gaststätte in der eigener heuriger Wein serviert wird): Beim Essen z. B. Paradeiser (= Tomate), Erdäpfel (= Kartoffel), Frankfurter (= Wiener Würste), Topfengolatsche (= Quarktasche), Semmel (= Brötchen), Stelze (= Haxe), Fleischlaberl (= Fleischpfanzerl in Bayern, Fleischküchle in Schwaben bzw. etwas derber: Bulette) oder Vogerlsalat (= Feldsalat). Wer sich traut, in Wien am Würstelstand "A Eitrige mit an Bugl mit sias und schorf und Krokodil“ zu bestellen, der bekommt eine Käsekrainer mit Scherzerl (= Brotendstück), süßem und scharfem Senf und Essiggurkerl. Zum Trinken dann den Grünen Veltliner oder einen G´Spritzen (Weinschorle), abschließend ein Fluchtachterl (= letztes Glas vor dem Heimweg) bei dem man im Zweifel ein Pfiatigottlackerl (= im Glas verbleibender Getränkerest) übrig lässt und wenn es ganz schlimm war, hilft vermeintlich am nächsten Tag ein Reparaturseidl (= Konterbier).

In diesem Sinne, bleiben Sie g’schmeidig und lassen Sie sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen!

Bis bald

Ihr
Diplom-Kaufmann Ingo Weber