Kontakt

FINREP

Nachdem die EZB im Jahr 2015 die finale Version der Verordnung über die Meldung aufsichtsrechtlicher Finanzinformationen veröffentlicht hat, betrifft das Financial Reporting inzwischen nahezu jedes Kreditinstitut. Vom aufsichtsrechtlich bedeutenden IFRS-Gruppeninstitut bis zum kleineren HGB-Einzelinstitut bestehen Meldepflichten, deren Art und Umfang sich nach der Signifikanz und Größe des Institutes sowie den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften bemisst.

Anpassungen der FINREP-Templates durch die Einführung von IFRS 9

Durch die Einführung von IFRS 9 haben sich für die FINREP-Templates nach IFRS umfangreiche Änderungen ergeben, die zum Meldestichtag 31. März 2018 erstmalig anzuwenden sind. Aber auch für HGB-Anwender wurden die sogenannten nGAAP-Templates angepasst, um die Konsistenz zu den IFRS-Meldungen zu wahren. Darüber hinaus wurde die Chance genutzt, Optimierungspotenziale, die sich in den vergangenen Jahren aus den praktischen Erfahrungen der nGAAP-Anwender ergaben, umzusetzen. Weniger bedeutende Institute müssen die überarbeiteten nGAAP-Templates erstmalig zum Meldestichtag 31. März 2019 anwenden.

Für die FINREP-Templates nach IFRS führte die Ablösung des IAS 39 durch IFRS 9 zu Anpassungen in nahezu jedem Template. Zum einen resultieren aus den geänderten IFRS 9-Haltekategorien neue FINREP-Bilanzierungsportfolios, zum anderen mussten, sowohl die Einführung des Expected-Credit-Loss-Models mit dem 3-Stufen-Ansatz zur Ermittlung der Risikovorsorge, als auch die Anpassungen in Bezug auf das Hedge Accounting in den FINREP-Templates umgesetzt werden.
Mit Einführung der neuen FINREP-Templates nach IFRS wurden die konzeptionellen Schwächen bei der bisherigen Definition des Bruttobuchwertes beseitigt. Auf Basis der neuen FINREP-Bilanzierungsportfolios ergeben sich nun unterschiedliche Ableitungen:

Dauerhafte Anpassungen der FINREP-Templates – auch nach IFRS 9

Auch nach den, durch IFRS 9 hervorgerufenen Änderungen an den FINREP-Templates, bleibt FINREP ein Dauerthema, da sich stetig Wechselwirkungen aus jeder Änderung in der Reportingstruktur ergeben. Hinzu kommt, dass bisher der Umfang der inhaltlichen Analyse und Rückfragen zum FINREP-Reporting eher überschaubar waren, dies sich in Zukunft jedoch durch eine Fokusverlagerung ändern wird. 

Unterstützung der FAS im Rahmen von FINREP

Die FAS hat erfolgreich diverse FINREP-Projekte, sowohl bei IFRS-, als auch bei HGB-Instituten durchgeführt und verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Auch nach der FINREP-Einführung berät sie bei der Umsetzung von offenen Fragestellungen, die sich aufgrund aufsichtsrechtlicher Anforderungen oder aufgrund von Änderungen in den Rechnungslegungsvorschriften sowie von Berichtsstrukturen und Prozessen ergeben. Im Rahmen eines Reviews überprüft die FAS die Ableitung von Kunden- und Produktgruppen für die FINREP-Meldung und stellt die Überleitbarkeit zu anderen aufsichtsrechtlichen Meldungen – insbesondere COREP –  sicher. Darüber hinaus unterstützen wir bei der Harmonisierung von abweichenden Vorgaben zwischen IFRS und FINREP.

Sofern Banken einen an die RechKredV (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung) angelehnten IFRS-Konzernabschluss erstellen, ergeben sich zudem regelmäßig Herausforderungen bei der konsistenten Überleitung zwischen Abschlussangaben und der FINREP-Meldung. Auch hier unterstützen die erfahrenen Berater der FAS von der Implementierung semi-automatischer Abstimmprozesse (auch für HGB-Institute) bis hin zur Konzeption einer FINREP-kompatiblen Bilanz- und GuV-Gliederung.

Bei Interesse und für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner
 Andreas Huthmann Managing Partner